Parzelle 19

Also wenn man wirklich in Marl Kleingärtner werden will, dann doch wohl in der Brinkfortsheide. Sieben Mal hintereinander schönste Kleingartenanlage in Marl!

In Parzelle 19 kann man seiner Kreativität noch komplett freien Lauf lassen. Hier kann man zeigen, ob das Gucken der ganzen "Ab ins Beet" oder "Die Beetbrüder"-Folgen etwas gebracht hat. Die Beetbereiche der Parzelle sind durch den Verein im Frühjahr vollständig geräumt und mit einer Motorhacke bearbeitet worden. Gut, mittlerweile ist das ein oder andere Wildkraut auf den Flächen wieder erkennbar, aber nichts, was nicht auch ein Gartenlaie an zwei Wochenenden entfernen könnte.

Das Haus ist in einem tollen Zustand und verfügt sogar über eine Dusche. Bis auf eine Küchenzeile ist durch den Verein aber auch hier komplett alles ausgeräumt worden. Natürlich findet man im Sanitärbereich den Charme der 70er Jahre, aber der Retrostyle ist ja wieder im Kommen. Kleiner Pott Farbe für Innen und fertig ist die Luxusresidensz mit 5 Sternen

Das Haus entspricht allen Vorschriften des Bundeskleingartengesetzes. Man muss also nichts zurückbauen. Des Weiteren ist das Haus an das Frischwasser- und Kanalisationssystem der Kleingartenanlage angeschlossen. Beide Systeme wurden erst 2004 neu verlegt. Es wird bei der Abrechnung sogar zwischen Abwasser und Gießwasser unterschieden. Den Luxus hat man Zuhause nicht.

Strom versteht sich von selbst und einen Ofen für muckelige Stunden zu zweit oder mit der Familie gibt es auch.

Die direkten Nachbarn sind super und die übrigen Vereinsmitglieder sowieso ein Traum. Der Gemeinschaftsbereich der Anlage ist parkähnlich angelegt und sucht an Schönheit ohnehin seines Gleichen. Also stimmt auch das Umfeld.

So! Das man die Parzelle jetzt unbedingt haben will, ist eigentlich zweifelsfrei. Aber man will ja vorher doch noch einmal gucken.

Auf dem Anlagenplan ist die Lage der Parzelle rot hinterlegt.

Man kann jetzt ganz unauffällig in der Gartenanlage spazierengehen und verstohlen über den Zaun gucken. Oder man macht einen Termin mit dem Vorstand.

Man kann sich dann erklären lassen, dass es die mittelalterlichen Sagen und Mythen um das Vorhandensein von riesigen Gemüsebeeten und unendlicher  Zwangsarbeit in der überlieferten Form schon lange nicht mehr gibt.

Auch wird man erfahren, dass die jährlichen Kosten ein Witz sind und die Preise für die Parzellen eher einer Schenkung gleich kommen.

Wer jetzt das unbändige Verlangen verspürt, sich den Garten anschauen zu müssen, sollte ganz schnell die folgenden Nummer wählen.

02365 / 45458 (1. Vorsitzender)

 

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